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Zu Beginn des Jahres 2018 haben wir eine hölzerne Raumkiste als Innenraum im Innenraum aufgestellt. Sie könnte einen Raum in einer russischen Kommunalka, ein WG-Zimmer oder einen Lebensraum in einer Lagerunterkunft repräsentieren. Jedenfalls kann sie stehen für etwas als abgetrennt und individualisiert lediglich Behauptetes.

Sie ist zuallererst Raum im Raum. Sie wurde genutzt als Nucleus einer Performance von Hans-Peter Litscher, einer Ausstellung von Dorothea Meyer und von Denis Stuart Rose. Sie wurde zu einem Flur, der ein Außen verbarg, bei Franz Burkhardt und einer kritischen Höhle für Folke Köbberling. Sie ist bis Ende Oktober ein lichtes Innen zum Außen der „floating works“ in der Ausstellung von Nele-Marie Gräber.

Anne Brannys und Thilo Droste gehört der Abschluss dieser Raumkistenreihe: „Das Liebesleben des Zettelkastens“. Vorsichtig werden Künstler und Künstlerin aufeinander zuarbeiten in einem fragilen System der Ordnung, in dem jeder Eingriff, jedes Wachsen, jede emotionale Korrespondenz auch Instabilität bedeutet: Der Zettelkasten als Analogie zum Gehirn oder als Miniatur der Welt? Shakespeares Zettel bei Arno Schmidt? Schreibende Antworten entwickeln sich möglicherweise in unserer Schreibwerkstatt.

Was gibt es noch? Am 31. Oktober starten wir unseren Filmclub: otto e mezzo. Und wir sind durch eine Kooperation mit der Braunschweigischen Landschaft dabei, wenn bundesweit das Wochenende der Graphik stattfindet: Junge weibliche und männliche Künstler interpretieren das alte Medium neu mit unter dem Titel How am I not myself.

Ausstellung

Donnerstag,

01. November

20:00 Uhr

Das Liebesleben des Zettelkastens

Anne Brannys und Thilo Droste

vom 3. November bis 16. Dezember 2018

geöffnet Samstag und Sonntag von 14.00 bis 18.00 Uhr und Donnerstag von 18.00 bis 22.00 Uhr

Eröffnung: Donnerstag, 1. November 2018 um 20.00 Uhr

Der Zettelkasten – eine große Menge an Notizen in einem analogen oder digitalen System in Ordnung gebracht –...

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