Impulse – Projekte – Diskurse

KUNST LÄSST LEERSTAND LEUCHTEN

In Kooperation mit dem Kulturinstitut der Stadt Braunschweig verwirklichen wir seit Ende Dezember 2020 die Idee eines Geschenks an die Spaziergänger:innen und Flaneure in der Stadt. Wir wollten allen, die die Begegnung mit den Stadtbewohner:innen vermissen, denen die Jahreszeit zu dunkel, die Stadt nicht glitzernd genug, allen, die etwas anderes wahrnehmen möchten, ein "Zwischendurchgeschenk" machen und Kunst in leeren Läden leuchten lassen. Auch jetzt, da die Jahreszeit nicht mehr so dunkel ist, die Pandemie bedingten Einschränkungen Lockerungen weichen, bedürfen wir in besonderem Maße des Zuspruchs durch die Kunst. Und umgekehrt, die Kunst braucht das Gesehenwerden, die Künstler:innen brauchen die Resonanz, unsere Kritik und unseren Beifall. In den Ateliers Gäste zu empfangen ist immer noch schwer, also versuchen wir, den Kontakt zu ermöglichen. Zwei Maklerbüros bzw. Eigentümer:innen waren bereit, die Kunst hineinzulassen.

 

Aktuell sind folgende Arbeiten zu sehen:

 

WAISENHAUSDAMM 8 – 11
aus Braunschweiger Ateliers

 

STRICH SCHNITT STICH
Lexi Schnäbele
Valentin Wedde

Zu Gast ist das Studio Dulce.

Zu sehen am 2. Dezember 2021 ab 18 -22 Uhr im Livestream Instagram Konsumverein! Und vor der Scheibe Waisenhausdamm 8-11.
Ausstellung vom 3. bis 5. Dezember 2021; Freitag 18-22 Uhr, Sa und So von 14-18 Uhr
Bring your Maske & G2+!
Begehung für je 5 Personen a 15 min möglich!

Lexi Schnäbele hat es letztes Jahr als autonomen Ausstellungsort und Produzent*innengalerie im westlichen Ringgebiet Braunschweig gegründet.
Fotografie und Zeichnung, Siebdruck und Tattoo sind Medien von Valentin Wedde und Lexi Schnäbele.

Das Alter Ego von Lexi Schnäbele zeigt ein Sammelsurium, diverse Originalzeichnungen.

Durch die Scheibe finden musikalische Darbietungen und Tattoosessions statt.

 

 

Bereits zu sehen waren:

 

Min Kim
Studie zu einer abstrakten Aktion über Schönheit versus Natürlichkeit

Min Kim fragt Menschen nach bestimmten fest verwurzelten Begriffen. Sie fragt zum Beispiel wie sie Schönheit, Natürlichkeit oder Jugendlichkeit definieren – scheinbar einfach, alltäglich und doch schwer.
Am Anfang stehen Fotos und Videos. Von dort sucht Min Kim die Verbindung zu skulpturalen und installatiben Arbeiten. Es entstehen Verknüpfungen, die der Beginn von Anderem werden können. Die Interaktion mit dem Publikum und Teilnehmer:innen ist essentiell.
Das Projekt “Eine abstrakte Aktion für Schönheit” ist Ausgangspunkt für viele andere zu „Natürlichkeit“, „Natur“ oder „Echtheit“. Auch für diese Arbeit, die von den geschnittenen Buchbäumen ausgeht. An diesen „Fifurinen“ orientieren sich meine Skulpturen aus selbstgefärbten Perüken.
Kim Min ist mit ihrer „Bäumerin“ an verschiedenen Orten unterwegs gewesen und hat Foto- sowie Videoaufnahmen gemacht. Dabei kam es zu vielen neugierigen Kontakten und Gesprächen über Natur und Schönheit.

Min Kim wurde 1982 in Südkorea geboren und lebt seit 2013 in Deutschland. Von 2015 bis 2021 studierte sie an der HBK Braunschweig, diplomierte 2021 bei Thomas Rentmeister.

Ausgewählte Ausstellungen
2021 “City2030 Wir machen Stadt”, ZwischenRaumNutzung, Hannover
2021 “kon:.takt”, make-up, Berlin
2020 “Eine abstrakte Aktion für Schönheit”, ZK/U Zentrum für Kunst und Urbanistik, Berlin
2020 “Framing Identity” Museum für Photographie Braunschweig - halle 267 städtische gallerie, Braunschweig
2019 “Swim John” Kunstverein Braunschweig - Freibad Bürgerpark, Brausnvweig
2019 “Lousing Touch?” Mönchehaus Museum, Goslar
2019 “One and another” adad, Hannover
2018 “INTERIORA PATENT” Rittergut, Lucklum
2018 “SPIN JOHN” Kunstverein Braunschweig, Braunschweig
2017 “Tight Intersection” Galerie des Westens (GaDeWe), Bremen
2016 “Abstand mit Anstand” konnektor Forum für Künste, Hannover

 

Anton Soloveychick
Pilze und Menschen – ein künstlerisches Forschungsprojekt

Anton Soloveychick erforscht die Eigendarstellung der Natur. Er nimmt den Pilz und den Menschen dafür als Beispiel. Jetzt experimentiert er zum ersten Mal mit der Begegnung von Mensch und Pilz. Er lässt surreale Unterhaltungen allein durch das kuratierte Zusammentreffen im leeren Ladenlokal entstehen.
In dieser Zeit der Pandemie, in der Viele den Weg in die Natur suchen, fuhr der Künstler von Braunschweig in seine Heimat. In den Wäldern von Sankt Petersburg wurde er zum Sammler und Archivar der filigranen und charaktervollen Gattung der Pilze. Ihre Form und Farbe, ihre Präsenz in der Natur laden zur Entdeckung einer verzauberten Mikroebene des Waldes ein. Ihnen steht bei Soloveveychik der Mensch gegenüber – vertraut unvertraut.
Anton Soloveychik wurde in Sankt- Petersburg, Russland geboren. Er studierte Geografie und Ökologie in St. Petersburg. Bis 2009/10 war Soloveychik an der HBK Braunschweig, bei Marina Abramoviæ, Dörte Eißfeldt, Mara Mattuschka und Birgit Hein. Seine Arbeiten umfassen die Bereiche Fotografie, Performance, Soundperformance, Grafik, Film.

 

Bernd Schulz
Lichter – Lichtbilder und Texte

Bernd Schulz, Lichtkünstler, und Tilman Thiemig, Textkünstler, entwickeln ein Buch, dessen Held der „reine Tor“ Georg Lichter ist. Georg Lichter ist ein Erzähler in der Art von Parzival, Simplicius Simplicissimus oder auch Forrest Gump, der die Gabe erlangt hat, die Welt anders, womöglich „wirklich“ zu sehen.

Georg Lichter: Als ich ein Kind war, sah ich die Welt wie Du. So, wie sie ja auch auf Postkarten oder Fotos gezeigt und bestätigt wird. Dort kann man ein Gesicht oder ein Haus oder ein Tier wiedersehen, das man kennt und weiß sofort: das stimmt. Ja ich sah die Welt, wie sie sein soll, zumindest auf den ersten Blick. Selten grau, meistens bunt, im Jahreswechselspiel der Farben. Nur träumen tat ich am liebsten in Schwarzweiß.

Doch dann, am Tag vor meinem siebten Geburtstag, war da jenes Erlebnis zwischen Brombeerhecke, Komposthaufen und Pfaffenhutstrauch, das mir die Augen öffnete. Schon wenige Stunden später, ich beobachtete heimlich meine Mutter beim Backen meines Lieblingskuchen – Marmor mit ganz viel Schokolade –, merkte ich, dass mein Leben von nun an ein anderes sein würde.

Tilman Thiemig, Jahrgang 1959, lebt seit dem Studium der Germanistik, Publizistik und Volkskunde als Texter, Dramaturg, Autor und Dozent von der „Ware Wort“. In dieser Zeit war er unter anderem als Freiberufler sowie selbstständiger Unternehmer in den Segmenten Marketing und PR tätig. Darüber hinaus hat er sich in verschiedenen Formen kulturellen Themen gewidmet und Veranstaltungen von der atmosphärischen Lesung bis zu Inszenierungen im öffentlichen Raum konzipiert und realisiert.

Bernd Schulz (*1961) begann nach einer Maurerlehre ein Architekturstudium an der FH Hildesheim/Holzminden. Ab 1988 bis 1996 studierte er an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Im Jahr 1996 war er Meisterschüler von Lienhard von Monkiewitsch. Neben seiner Tätigkeit als freier Mitarbeiter am Kunstmuseum Wolfsburg ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für architekturbezogene Kunst IAK/TU Braunschweig bei Folke Köbberling aktiv.

Seit 1994 stattet er regelmäßig Ausstellungen insbesondere zur Lichtkunst aus unter Anderem war er zweimal mit Studierenden am Lichtparcours In Braunschweig beteiligt.

Bernd Schulz hat sein Atelier in Allerbüttel. Tilman Thiemig seinen Schreibtisch in Braunschweig.

www.schulzlichter.com
https://steadyhq.com/de/lumen
https://www.instagram.com/schulz.lichter/

 

Andreas Linke und Carl Hugo Hahn
Die beiden Maler Andreas Linke und Carl Hugo Hahn lernten sich zu Beginn ihres Studiums der freien Kunst an der HBK Braunschweig im Jahr 2014 kennen.
Oft noch unbeholfen doch selten zögerlich kämpften sie sich zunächst gemeinsam durch überladene Bildwelten, rückhaltlose Farbschichtungen und dicht gedrängte Kompositionen. Lange Tage und Nächte sowie eine intensive Zusammenarbeit legten damals den Grundstein für eine starke, bis heute anhaltende Freundschaft.
Ihre malerischen Wege trennten sich jedoch bald: Figürlichkeit und Monochomie. Das Konktrete. Das Abstrakte. Gegenstand, Leerstand. Er und ich.
In ihrer Präsentation „35 oder 36 bunte Bilder im Leerstand“ ergreifen die beiden Maler die Gelegenheit, eine Auswahl an Kleinformaten in einer gemeinsamen Werkschau wieder zusammenzuführen, um eine Suche nach dem Kern ihrer künstlerischen Wurzeln zu provozieren.

Andreas Linke (*1986 in Wabern) untersucht in seiner künstlerischen Praxis den Entstehungsprozess von Bildern. Im Fokus steht die Frage nach der Definition von Malerei sowie die Suche nach dem Zustand, ab dem ein Gemälde als solches wahrgenommen wird. Als eine der ältesten und meisterprobten Kunstformen bietet ihm das Medium ein weitläufiges Spielfeld, welches nach eigenen Regeln und Gesetzen zu funktionierenscheint. Zentraler Antrieb ist es, die Willkürlichkeit dieser Gesetzte auszuloten und zu betonen.
Er studierte bis 2020 an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig in der Fachklasse für Malerei von Wolfgang Ellenrieder. 2021 beendete er sein Meisterschülerstudium.
#endreaslinka
www.andreaslinke.art

Carl Hugo Hahn, geboren 1993 in Kirchheim unter Teck, absolvierte im Sommer 2021 sein Diplom bei Hartmut Neumann an der Hochschule für bildende Künste Braunschweig. Der Maler blieb seinem Medium während des Studiums treu und formulierte eine eigensinnige figürliche Handschrift mit der er die Kompositionen seiner Malereien anreichert. Angestachelt von kräftigen Farbkontrasten lernen sich in den Bildwelten Protagonist_innen kennen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Durch die Harmonie der distopischen Landschaften ermöglichen seine Bilder einen Einblick in die Gedankenwelt des Künstlers.
#carlhugohahn

 

Sarah Schmidtlein
Sarah Schmidtlein ist Installationskünstlerin. Sie wurde 1986 in Mönchengladbach geboren, diplomierte mit Auszeichnung dieses Jahr an der HBK Braunschweig in Freier Kunst.
Ihre Installationen wirken wie mystische Sammelorte, an denen Alltagsgegenstände und Fundstücke neu definiert und zu wertvollen Schätzen erhoben werden. Es wirkt wie ein ästhetisiertes Messietum, in dem durch künstlerischen Eingriff eigene, symbolgeladene, dystopisch wirkende Welten erschaffen werden. Ein Wechselspiel aus Archivierung und Vergänglichkeit, aus Phantasie und Realität, aus Chaos und Ordnung spielen dabei eine zentrale Rolle.
Im Leerstand Waisenhausdamm setzt die Künstlerin sich mit der Neukontextualisierung der Bruchstücke ihrer Diplominstallation "sans souvenir" auseinander. Das Zerstören und neu Anordnen ihrer Arbeiten ist für sie essenzieller Teil ihrer künstlerischen Praxis. Die Momenthaftigkeit der Dinge, und somit auch ihrer eigenen Arbeit, sind eine wichtige inhaltliche Komponente ihres prozesshaften Arbeitens. Nach ihrer Auffassung muss Kunst sich dem gleich Chaos, der Sprunghaftigkeit und dem Irrtum aussetzen, wie die eigene Gedankenwelt und kann darum nicht als unveränderliche Sache oder Ware begriffen werden.
Die Zeit im „Leerstand“ wird vor Allem eine Zeit des Aufbaues sein. Abends am 27. August um 20.00 Uhr wird die Fertigstellung vor den Scheiben gefeiert.


Nicola Feuerhan
Die Frage ist: Obsession oder das ewige Jetzt? — Eine Forschung
Nicola Feuerhan wurde 1982 in Braunschweig geboren und studiert nach einer Ausbildung als Illustrationszeichnerin an der Bildkunst Akademie in Hamburg Freie Kunst und Kunstvermittlung an der HBK Braunschweig.
Ungreifbarkeit, das Flüchtige, der Versuch zu begreifen und der damit verbundene Drang festzuhalten sind Themen, die sie seit Beginn des Studiums in ihren Arbeiten beschäftigen. Festhalten heißt aber auch sich einprägen, Blickwinkel festlegen, weiter formen. Verformen. Verfälschen. Wie durchsichtig, durchschaubar kann etwas, eine Situation, eine Begegnung, die Vergangenheit oder die Zukunft sein? Wie vollständig kann man etwas hinter sich lassen? Wie weit geht Verwandlung?
Die Materialien, die Nicola Feuerhahn für den Umgang mit diesen Fragen für sich gefunden hat sind vorrangig Silikon, Kunstharz, Keramik, Glas, Plexiglas, Text, Sound, Film und Animationsfilm. Alles ist belebt, manches manifest, das meiste aus der Vorstellung oder Erinnerung geformt, hergestellt, geistig und manuell anderen Realitäten nachempfunden. Anderes ist Zeit gebunden, flüchtig, phantasiert. Wieder anderes ist – wie vor Allem die Texte – reflektierend.

 

Angela Camara Correa
Veränderung im Zeit-Raum

Fragmente von Erinnerungen an den Urwald Amazoniens manifestieren sich zunächst in unkonkreten organisch anmutenden Formen auf dem Papier.
Aus diesem herausgelöst werden sie zum Leben erweckt und bewegen sich wie unbekannte Pflanzen im Wind.
Fremdartige kugelförmige Gebilde mit teils bedrohlicher Oberflächenstruktur wachsen aus dem Boden.
Rote Fäden verbinden und zertrennen verloren den Raum.
Filmsequenzen vermögen die Erinnerungen aufzufrischen.
Was schmerzlich bleibt, ist „Saudade“ (Sehnsucht) nach dieser so fernen und verletzlichen Welt der Natur.
Der Raum verändert sich. Tag für Tag. Schritt für Schritt.
Angela Camara-Correa ist mittendrin.
Wer in das Schaufenster blickt sieht jeden Tag, was sie/er gerade sieht. Die Veränderung des eigenen Spiegelbildes und von dem, was dahinter ist.
Die Künstlerin wird an den zu einer Installation ausgebreiteten Exponaten weiter arbeiten, sie wird nach draußen gehen und mit Passant:innen zusammenarbeiten, Kontakt suchen und finden..
Angela Camara Correa ist geboren 1962 in São Paulo – Brasilien. Sie absolvierte das Studium der freien Kunst an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig Klasse Friedemann von Stockhausen /Meisterschülerin bei Prof. Johannes Brus. Nationale und internationale Ausstellungen, Publikationen, Projekte und Preise u.a. 2001 DAAD-Preis für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender beförderten diesen Weg.
Seit 2004 ist sie tätig als Lehrerin an der Christophorusschule Braunschweig.
2011 Gastdozentin an der Staatlichen Universität São João del Rei (UFSJ) Minas Gerais Brasilien.
Von 2008 bis 2013 als Dozentin an der HBK Braunschweig, realisiert u. a. interdisziplinäre Kooperationsprojekte im In- und Ausland.
Angela Camara Correa ist Initiatorin u. a. folgender Projekte:

  • Anders  –zwischen Kunst und Psychiatrie mit Prof. Henning Freiberg. (HBK und NLK)
  • KidS – Künstler in der Schule (CJD Braunschweig)
  • Caravana Fusca – Internationales KooperationsprojektZusammenarbeit mit David Reuter zwischen der HBK- Braunschweig und den brasilianischen Universitäten (UFSJ, Minas Gerais und UNICAMP, São Paulo).
  • Teçume – Gründung einer Frauengruppe zur Erhaltung und Möglichkeiten der Verbreitung ihres traditionellen Wissens am Tupana Fluss in Amazonien Brasilien
  • casa do rio – Staatlichen Universität Manaus (UFAM) und der BrazilFoundation (USA).

Kontakt: camaracorrea(at)online(dot)de

 

Kristina Michalski
DAS UNBESTIMMTE ARCHIV

Collagen, Zeichnungen, Text, Plakate – Kristina Michalski zeigt einen Teil ihres unbestimmten Archivs. Für die Künstlerin, deren Arbeiten weder medien- noch fachspezifische Grenzen allzu ernst nimmt, für diese Multimedialistin also ist der Name "unbestimmtes Archiv" synonym für das eigene Gesamtwerk seit 2016. Es sind die Momente des persönlichen Entrückens, die in diesem Archiv vereint sind. Sie fügen sich in ein Archiv, dem kein festes Ordnungsprinzip zugrunde liegt. Das vielmehr unbestimmt, also wandelbar ist. Die stets mitgedachte Veränderung der Sammlung entspricht der Korrespondenz der gesammelten Momente untereinander ebenso wie der dadaistischen Assoziationen. Am 9. Juli um 18.30 beendet Kristina Michalski ihre Zeit im Leerstand mit dem performativen Ausläuten oder dem Einläuten des Endes des Home Office Zeitalters. Kristina Michalski lebt und arbeitet in Braunschweig.

www.kristinamichalski.de

 

Eberhard Högerle
CutOuts: Abstrakte Bewegungsstudien – Tanz im Lichtraum

Der Künstler wird an den Werktagen meistens von 10:30 bis 17.00 Uhr anwesend sein.
Er wird an seinem dreiteiligen CutOut „Abstrakt eingefrorene Bewegungsphasen zu einem Triptychon“ arbeiten.
Eberhard Högerle freut sich mit Passant:innen ins Gespräch zu kommen – bitte mit notwendigem Abstand und am Besten per Telefon oder Handzeichen.
Papierschnitte – 366, 2008, 24 Arbeiten 17,4 cm x 22,5 cm, Acryl auf Papier
CutOuts gelöste Zeitebenen, Bewegungswirbel, ab 2017, 24 cm x 14 cm auf 2 Ebenen
„rot - grau - gelb“, 2017, Papierschnitte, 90 cm x 120 cm, 2 Ebenen
„zwei Lagen Zeit“, 2019, Papierschnitte, 90 cm x 3,3 cm, 2 Ebenen
„Bewegungswirbel 1 + 2“, 2020, Papierschnitte, 51 cm x 51 cm, 3 Ebenen
„k“ 2019; „d“ 2019; „q“ 2019, Papierschnitte, 17 cm x 17 cm, 3 Ebenen  

Eberhard Högerle lebt und arbeitet in Braunschweig.
Seit 1978 beschäftigt er sich mit Papierschnitten, Cut-Outs/Schattenriss als künstlerische Technik.
„Künstlerisch interessant ist dieses Medium Papierschnitt, weil sich hier die Malerei auf Papier (häufig mit selbst bemalten Untergründen) mit der Technik des Zeichnens und der Bildhauerei verbindet. Der Schnitt mit Schere oder Messer trägt Material ab und teilt dabei die Farbfläche Papier – die Kontur kann streng abgrenzend oder auch bei gerissener Kontur weich wirken. Gleichzeitig ist die Bildkomposition lange korrigierbar, weil die Einzelteile nach dem Schnitt noch verschoben und neue Elemente hinzugefügt (-geklebt) werden können.“ (Eberhard Högerle)
Die Papierschnitte aus mehreren Linienebenen bestimmen „den Raum mit ihrer filigranen Struktur und Tiefe. In wechselndem Licht und mit kleinsten Bewegungen entfalten sie eine kinetische Qualität. Bildhaft wie abstrakt leuchten sie aus sich heraus.“ (Martin Kreyßig)
Högerle unterrichtete nach seinem Studium in Berlin und Mainz, nach Selbständigkeit als Grafikdesigner in Frankfurt, von 1993 bis 2016 als Professor Grafik-Design im Studiengang Medieninformatik an der Hochschule Harz.
www.medieninformatik.de/papier-schnitte-cutouts-silhouetten-schattenrisse/
www.instagram.com/ehoegerle/

 

Ewa Lesny
IN VITRO
Gouache. Größe variabel
Ewa Lesny sucht unbekannte Orte, greift dort vorhandene Spuren und Gegebenheiten auf, sie lässt sich auf die Möglichkeiten der jeweiligen Orte ein und verändert,  um so im Hier-und-Jetzt zu sein.
Es geht ihr um den Versuch, unsichtbare und ungreifbare Prozesse sichtbar zu machen. Für sie bedeutet dies eine Konfrontation mit dem Vorhandenem, mit der Realität.
Ihre Frage ist: Wie viel Illusion beinhaltet unsere Wirklichkeit, welchen Einfluss habe ich und wann setzt die Wirkung ein? Ein Ergebnis ist: Der Zufall verändert das Ziel.
Ewa Lesny lebt und arbeitet in Braunschweig. 2019 hat sie ihr Studium an der HBK Braunschweig abgeschlossen, zuvor bei Raimund Kummer, Isa Melsheimer und Corinna Schnitt studiert.
instagram: ewa.lesny
internetseite: www.ewalesny.net

 

Annekatrin Posselt

OHNE TITEL, Wischtuch violett, 2021
Wischtuch, Metallgestell/ Hollywoodschaukelsitz
36 x 180 x 46 cm

OHNE TITEL, Bodenwischtuch, 2021
Bodenwischtuch, Stahlstangen
54 x 54 x 200 cm

GLASNOST, 2021
Butterbrottüte, Rankgitter
185 x 295 x 150 cm

OHNE TITEL, Bodenwischtuch & Wischtuch violett, 2021
Metallgestell/ Boden Etagenbett 1+2, Wischtuch violett, Bodenwischtuch, LED- Leuchte
jeweils 190 x 9 x 82 cm

FISCH AM SPIESS, 2015
Papier, Pigment, Stahl, Beton
200 x 40 x 180 cm

Annekatrin Posselt hat Werke aus den letzten beiden Jahren mit aus dem Atelier gebracht – eine ältere Arbeit erscheint als Referenz: Aus einem bemalten Papier wird eine Hülle geformt und zusammengenäht. Später greift sie zu billigen Alltagsmaterialien, Toilettenpapier, Butterbrottüten etc. Diese werden akkordartig zu Flächen zusammengefügt. In den aktuellen Arbeiten ist entwickelt sich eine Hinwendung zum Textilen. So werden aus Putzlappen Verkleidungen der Konstruktionen.

Es sind kurzlebige Materialien, die ihre ursprünglich Funktion einbüßen im Versuch anders gedacht zu werden. Die zugewiesen Metallkonstruktion aus dem unmittelbaren Lebensumfeld der Künstlerin werden intuitiv verknüpft und deuten auf sehr unterschiedliche Räumlichkeiten hin.

Die Objekte sind in ihrer gesetzten Begrenzung bisweilen durchlässig, transparent, offen und geschlossen. Sie hoffen auf Beständigkeit.

Annekatrin Posselt ist in Erlabrunn geboren, lebt und arbeitet in Braunschweig, Die Künstlerin ist ausgebildete Malerin und Bühnenbildnerin. Im Studium der Freien Kunst wendete sie sich der Bildhauerei zu und diplomierte 2020 bei Thomas Rentmeister.

 

Lukas Harris
(Un-)fortunate Day/ Die Glückszahl war nicht mehr vorhanden?

Bingo-Maschine, PVC-Rohr, Holz, Motoren, Aluminium, Heißkleber, Piezoelektrisches-Element, Transducer, Kabel, Zeitschaltuhr, Zufall, Sound

Eine Bingo-Maschine wird zum Zufallszahlengenerator, der kryptische Sequenzen generiert. Hinter jedem Ereignis steht ein größerer nicht erkennbarer Apparat. Dieser wird auf das bloße Erscheinen einer Zahlensequenz und das Geräusch des Auftreffens der Glücks- oder Unglückszahl am Schaufenster reduziert. die Maschinerie wird nur durch die klangliche Übertragung nach außen erkennbar. Die Betrachter:innen sind aufgefordert, ihr eigenes Glück in diesen Zahlen zu finden. Am Ende steht nicht das Geld, sondern die Lust am Spiel.

Lukas Harris ist deutsch-amerikanischer Künstler. Er studierte Klangkunst an der HBK-Braunschweig. Mit seiner Arbeitsweise setzt er sich mit klanglich-installativen Prozessen und Zusammenhängen auseinander.

 

Hans Wesker
LOST PLACES_VERLORENE ORTE

Hans Wesker bespielt das verlassenes Geschäft  mit Klang. Eingetaucht in pinkfarbenes Neonlicht ist der leere Verkaufsraum die “Fläche”, vor der Klänge den Raum durchdringen: Kommen die Klänge von innen oder sind es Klänge aus vergangener Zeit, Klänge, die sich im und vor dem Raum treffen und mit den Klängen des Ortes vereinen? Fließende Klänge, die sich auf den Scheibenflächen bewegen, durchbrochen von abrupten oder aus der Ferne kommenden Klängen, im Kreislauf der Wiederkehr verharrend und doch permanent vergehend…
Loop eines 10 minütige Klangstücks aus überwiegend um Computer generierten Klängen, die mit Hilfe von Audio Mehrkanaltechnik auf die Glasflächen übertragen werden und diese als Membrane in Schwingung versetzen. Hans Wesker ist immer wieder vor Ort, um mit und in der besonderen Situation des leeren Ortes und der großen Glasflächen zu experimentieren.

Hans Wesker ist Bildender Künstler und Klangkünstler. Studium Grafik Design, FH Bielefeld, Kunstpädagogik und Malerei bei Roland Dörfler, HBK Braunschweig. Lebt und arbeitet in Braunschweig.
Seit den 80er Jahren konzentriert sich die künstlerische Arbeit neben der Malerei zunehmend auf den Raum: Realisierung verschiedener Rauminstallationen und Kunst am Bau Projekte. Seit den 90er Jahren wird Klang zum oft bestimmenden Element der Installationen. Vorgefundene, oft geschichtsträchtige Räume, Kirchen, Mauern oder auch, wie in neueren Installationen, eine vorgefundene landschaftliche oder städtisch kulturelle Situation, können Ausgangs- und Interessenschwerpunkt klanglicher Erforschung und Bearbeitung werden.1990 Mitbegründer der Künstlergruppe Braunschweiger Schule der verlorenen Figur. 1991/92 Stipendium für den Studienaufenthalt im Künstlerdorf Schöppingen. 1999 Mitbegründer des Kunstvereins Allgemeiner Konsumverein Braunschweig e.V,. im Braunschweiger Künstlerhaus. 2005-2021 künstlerische Beratung und freie Mitarbeit im Outsider-Projekt Geyso20_atelier-galerie-sammlung, Braunschweig. 2008/2009 Mitinitiator und Kurator der ersten Klangstaetten - Stadtklänge, Braunschweig. Seit 2011 Mitglied im Deutschen Künstlerbund (DKB)

Ausstellungen und Projekte u.a. in: Amsterdam (NL), Århus (DK), Berlin, Frankfurt a.M., Bielefeld, Düsseldorf, Göttingen, Hamburg, Hannover, Köln, Marrakech (MA), Frankfurt Oder, Pforzheim, Wexford (IRL)

www.h-wesker.de

 

Gordon Endt | Miran Özpapazyan
Sequenz 1/ 2/ 3
280 x 37 cm
45 x 41 cm
96 x 95 cm
38 x 320 cm
C-Prints, Tape
Mai 2021
Das Künstlerduo setzt sich fotografisch mit der Stadt Braunschweig auseinander. Seine Fotografien wechseln zwischen Schnappschuss und "Street Photography". Das Gefühl eines kurzen, festgehaltenen Moments wird aus seinem Zusammenhang herausgenommen und neu zusammengestellt. So entsteht eine ganz neue, andere Erzählung.
Diese Schaufensterintervention kann ergänzend zur Ausstellung Captcha in der Städtischen Galerie, halle267, verstanden werden. www.braunschweig.de/halle267/aktuelle_ausstellung
Gordon Endt (*1996 in Freiburg) studiert seit 2016 an der HBK Braunschweig und macht dieses Jahr sein Diplom in der Klasse für Fotografie bei Natalie Czech.
Miran Özpapazyan (*1983 in Braunschweig) studiert seit 2015 an der HBK Braunschweig und beendet dieses Jahr seinen Meisterschüler bei Natalie Czech in der Klasse für Fotografie.

 

Thomas Wöhrmann | Susanne Reimnitz
Schiebestücke – eine offene Collage
Etwas passiert vor der Glasscheibe und etwas hinter der Glasscheibe:
2 Künstler:innen und die mitspielenden Passant:innen erstellen 3 große Collagen.
Ein Maler und eine Malerin haben farbige Papiere vorbereitet, diese werden zerschnitten und zu einem neuen Ganzen gefügt. So wie sie jeweils beide auf Leinwand oder Papier arbeiten, indem sie Zeit, Farbe, Form und Material schichten, so arbeiten sie hier gemeinsam und mit Passant:innen.
Die entstehenden Arbeiten werden wiederum zerschnitten und im Konsumverein zugunsten dieser Leerstand-Leuchten-Aktion verkauft.
Die Künstlerin und der Künstler sind seit über dreißig Jahren verbunden, sie leben und arbeiten in Braunschweig.

www.susanne.reimnitz.de
www.woehrmann-malerei.de

 

Hae Kim
1. Diät, ein abgeschliffenes Duden-Universalwörterbuch, ein Duden-Universalwörterbuch, 2 Küchenwaagen, 2020
2. Präparierte Erinnerung, Staub aus den abgeschliffenen Büchern, 01.2021–02.2021
3. Monolog (Duplikat, ausgedruckte Version) 01.2021
Die Kunst von Hae Kim kann als Manifestation der Suche nach dem Sinn des Lebens gelesen werden – sich wiederholend, täglich, immer.
Hae Kim schleift Bücher, deren Inhalt ihn interessiert, nach dem der Lektüre, so ab, dass ihr Inhalt unkenntlich wird. Den dabei entstehenden Staub sammelt der Künstler.
Am Ende eines jeden Jahres wird der angefallene Staub in einen durchsichtigen Kasten gefüllt.
Darüber hinaus druckt Hae Kim jeden Tag ein Tageswort aus seinem Tagebuch. Der Druck erfolgt mit Stempeln und Farbe, die aus dem Staub hergestellt werden.
Im Verlauf des Jahres wird die Schrift dunkler, weil immer mehr Staub in die Grundfarbe gemischt wird. Die Zeit wird sichtbar.
Der Künstler ist 1983 in Seoul, Südkorea, geboren. Studierte von 2014 bis 2020 an der HBK Braunschweig, zuletzt bei den Professoren Thomas Rentmeister und Thomas Virnich. Seine Arbeiten sind Readymades, poetische Archive. In ihnen befasst er sich mit Sprache, Abdruck und Sammlung – mit der Zeit.
Die Staub- und Abschliffarbeiten verweisen auf Handlungen in der Zeit, die tägliche Wiederkehr der Sinnsuche.
Hae Kim lebt und arbeitet in Braunschweig.
Seine Arbeiten waren zuletzt in Görlitz, in Hildesheim und im Kunstverein Braunschweig zu sehen.

 

Michael Kaul
SHINE A LIGHT – auf unerwarteten Reisen 
„Shipless Ocean“,  „Magellan“,  „Matrosenliebe“ oder  „Southern Cross“ und „Home Town“ etwa heißen Bilder der letzten Zeit von Michael Kaul. Verheißung, unerfüllbare Versprechen, Fern- und Heimweh leuchten als Assoziationen auf. Dies ist durchaus wörtlich zu nehmen, thematisieren die Malereien doch die Farbe(n), die das Licht und den Raum erschaffen. Es ist daher keine Marine-oder Landschaftsmalerei im klassischen Sinn. Vielmehr sind Bilder mit solchen Titeln Metaphern für das Abenteuer MALEREI: in dem Augenblick, in dem man startet, weiß man noch längst nicht ob und wo man ankommt.  
AHOI
Michael Kaul, in Braunschweig geboren, studierte an der dortigen HBK. Seit Mitte der 80iger Jahre zeigt er seine Gemälde im In- und Ausland. Als Auszeichnungen erhielt er u.a. das Barkenhoff-Stipendium, das Villa-Romana Stipendium, sowie ein Arbeits-Stipendium des Kunstfonds e.V. Derzeitig arbeitet er in einem Atelier des Braunschweiger Künstlerhaus, Hinter Liebfrauen 2.

 

Thomas Bartels
Über See – Unter See
Als Ende des 19. Jahrhunderts das erste Kabel durch den Atlantik verlegt wurde, beschleunigte dies den Fluß von Information enorm. Zur gleichen Zeit wurden wichtige Eisenbahnlinien fertiggestellt, Fotografie und Film perfektioniert. Für die damaligen Menschen muß dies den Blick auf die Welt ähnlich verändert haben wie es für uns der Sprung ins Digitale tut. Schon lange macht sich Thomas Bartels Gedanken zu diesem nervösen Zeitalter, das schließlich im 1. Weltkrieg endete. Er baut Automaten und dreht Filme. Auch in der zähen Zeit des pandemischen Schocks entstehen Bilder und Geschichten in seinem Atelier, in das die Schaufenster am Waisenhausdamm für kurze Zeit einen Einblick erlauben.

Thomas Bartels (*1960) hat an der HBK Braunschweig studiert. Er arbeitet mit den Medien Film und Kinetische Skulptur/Installation. Material dazu sammelt er im Braunschweiger Alltag und auf Reisen. Ausstellungen, Forschungen und Arbeiten als Kameramann in Europa, Asien und den USA. Seit 2018 leitet er die Analogfilm-Werkstatt der HBK Braunschweig.

 

Petra Förster
Der Anblick des leeren Ladens hat mich sehr an unsere aktuelle gesellschaftliche Situation erinnert. Ich musste an die vielen Reiseveranstalter denken, an das freie Reisen, das Entdecken von Ländern, Landschaften und Kulturen. Ich erinnerte mich an Bahnfahrten in Sibirien und in der Mongolei. Das Zugfahrten war verbunden mit Übernachtungen im Zug, einer Bettdecke auf der Liege, einem Somawar mit heissen Wasser, einer Zugbegleiterin oder, seltener, einem Zugbegleiter. Und man reiste mit unbekannten Mitreisenden in einem Abteil. Während der Fahrten habe ich viele Fotos gemacht. Weil alles so toll aussah. Schöne Farben, ungewohnte Bahnhofsarchitektur und weite Landschaft. Ich habe den Ausstellungsort zum Anlass genommen, diese Bilder zu einer schnellen Stop Motion Fahrt zusammenzustellen. Die gefilmten Abschnitte sind von Thomas Bartels und zusammengeschnitten ergeben die unterschiedlichen Aufnahmemethoden einen Rhythmus.
In den Fensterscheiben des Ladens spiegelt sich die Umgebung: die Autos, Fahrräder und Straßenbahnen. Projektion und Wirklichkeit verschmelzen.
Es ist eine Fahrt vom Tag in die Nacht. Von Ulan Uhde nach Irkutsk.
Die plastische Figur aus grobem Ton dreht sich mit geschlossenen Augen im Kreis, nach innen gerichtet und träumt sich in die Ferne.
Die Vögel verbinden das Schaufenster und den leerstehenden Innenraum. Wir stehen aussen und schauen ihnen zu.

Petra Förster, Jahrgang 1964, studierte Freie Kunst mit Schwerpunkt Druckgrafik und Plastik an der Hochschule für Bildende Kunst in Braunschweig und an der Ecole des Beaux Arts in Nîmes, Frankreich. Stipendien, Auszeichnungen und Ausstellungen. Lehrtätigkeiten an der HBK Braunschweig, TU Braunschweig und der Fachhochschule Hannover. Die intensive Arbeit im Bereich der Freien Kunst wurde seit 2005 bereichert durch die Forschungen in der traditionellen Tibetischen Kunst. 2017 verfasste Petra Förster eine Dissertation über dieses Thema an der Universität für angewandte Kunst in Wien.

www.petra-foerster.com

 

Dominik Kuschmieder
WEGDERFORMEN!
Dominik Kuschmieder (geb. 1984) absolvierte die Modeschule Kehrer in Stuttgart.
In Berlin widmete er sich der freien künstlerischen Arbeit und beschäftigte sich mit Form- und Farbkonstellationen und dem Material Holz.
2015 entstand daraus die Ausstellung „Formen aus der Zeit“ im Kokolores Berlin. Im gleichen Jahr begann der Künstler an der HBK Braunschweig das Studium der Freien Kunst.
Im öffentlichen Raum war zum Beispiel die Arbeit „Blaase“ am Kröpke in Hannover beim 21. Zinnober zu sehen. Ebenfalls im öffentlichen Raum war 2020 die Gruppen-Installation: „Xenophilie“ an der Alten Waage in Braunschweig.

www.kuschmieder.com
www.instagram.de/kuschmieder
Dkuschmieder(at)gmail(dot)com

 

Fabien Diffè
Schicksal eines Lebewesens mit kurzer Lebensdauer
Im Rahmen von SCHNITT STRICH STICH hat der Allgemeine Konsumverein den jungen Künstler Fabien Diffè aus Kamerun eingeladen. Diffè studierte an der HBK Braunschweig zuerst visuelle Kommunikation und derzeit Freie Kunst bei Professor Thomas Virnich.
Fabien Diffè zeichnet live, lässt eine Bildergeschichte wachsen. Man kann zusehen und immer wieder hin gehen und nachsehen wie die Zeichnungen entstehen und was sich daraus für die Geschichte ergibt.

 

Jeanne Hamilton
Die Künstlerin zeigt Verhältnistücher – Malerei und Zeichnung auf Stoff. Tod und Sexualität, Genderfragen und Körperwahrnehmung, Identität und Erinnerung sind die Themen ihrer dieser Arbeiten.
Jeanne Hamilton wurde in Washington, D.C. geboren und  ist in Memphis (USA) aufgewachsen. Sie hat an The School of the Art Institute of Chicago (B.F.A.) und Central European University, Budapest (M.A. Gender Studies) studiert.
Ihre Arbeiten waren in Amsterdam und in Berlin, Bukarest und Chicago, Hannover und Braunschweig, Memphis und Wien zu sehen.

www.instagram.com/jjjenius/
www.jeannehamilton.wordpress.com

www.themoderndoorgroup.bandcamp.com/music

 

PMS LPV HLB MCD / URC*
Die Künstlerin bildet ein Kollektiv zwischen allen Rollen und Disziplinen – installative Fotografie und Objekte, Zeichnung und Skulptur, Körper und Raum, Schrift und Performance
2 x 4,5 = 9M blù:
Wanderung mit Uterus
I AM WE • WIR SIND NOI • YOU ARE COLLECTIVE
Wir werden immer MUNTE_R bleiben, denn Kunst lässt Leerstand leuchten!

www.mariedann.de

 

Franziska Pester
ABSCHIED VON O | O II - FAHRT | „Echo“ wurde dazu verurteilt, nur das zuletzt Gesagte zweimal wiederholen zu können. | „O!“ | „O!O!“
Klanginstallation, 2020
Tandem gehüllt in Filz, zwei Lautsprechern, Fahrradständer

Rips Raps, alles in meinen Sack
Klanginstallation, 2021
Plattenspieler, Rapspflanzen, Samen, Stoff

www.franziska-pester-blog.tumblr.com

 

anna.laclaque
last dance
Video-Installation, 2019
14:06 min. loop

www.laclaque.org

 

Torben Laib
Jingle
Installation, 2020
Klang, entkleidete Registrierkasse, DC-Motor, Kabelbinder, DC-Drehzahlsteller, Piezokeramische Elemente, Verstärker, 1-Cent-Münzen, Schneckenabwehrband, Holz, Schrauben, Netzteile, Kabel, Strom

www.torbenlaib.de

 

Sina Heffner
Schwarm I
Skulptur, 2016
Papier, 170 x 100 x 90 cm

www.sinaheffner.de

 

 

Die Vermittlungsangebote im Allgemeinen Konsumverein sind thematisch an das Jahresprogramm bzw. die jeweils stattfindenden Ausstellungen gebunden. Es finden Workshops für Erwachsene, Jugendliche, Kinder statt, Kooperationsprojekte mit Grund- und Realschulen, Gymnasien sowie der Nachmittagsbetreuung ebenso wie (Fortbildungs-)Angebote für Vermittler:innen.

Fragen zum Vermittlungsprogramm und Anmeldungen unter: vermittlung(at)konsumverein(dot)de

 

Kunstsonntag mit Kindern

mit Kristina Michalski

Endlich Zeit für Kunst mit Kindern – analog im Konsumverein, bei gutem Wetter draußen und nur mit einer sehr kleinen Gruppe. Familien oder andere Gruppierungen werden von der Kunstvermittlerin Kristina Michalski durch die jeweils aktuelle Ausstellung geführt. Es wird nachgedacht, nachgefragt, unterbrochen und spekuliert. Im Anschluss dürfen die Kleinen und die Großen selbst künstlerischen Impulsen folgen und selbst tätig werden.

Anmeldung: vermittlung(at)konsumverein(dot)de

Teilnehmerzahl: maximal 7 Personen

Gebühr: 5 Euro pro Person, maximal 15 Euro pro Familie

Termine: individuell planbar

 

 

klang | kunst | schule

mit Franziska Pester-Homann

„Ich höre was, was du nicht siehst!" Impulse und Vermittlung mit Kindergartengruppen.
Die Gruppen sind an zwei Vormittagen eingeladen zum Lauschen, Plaudern über Lieblingsgeräusche, Forschen und Experimentieren mit Material und Klang. Angeleitet von Franziska Pester, entsteht so eine Klangcollage die eine Woche später bei Radio Okerwelle zu hören sein wird. 

Termine: individuell planbar 

Anmeldung: vermittlung(at)konsumverein(dot)de

Teilnahmegebühr: 6 Euro pro Person; 

Alter: ab 4 Jahre