Torsten Hennig

Wohncontainer

Das zentrale Thema der Arbeit von Torsten Hennig ist der urbane Lebensraum. Der 1966 geborene Berliner, der nach dem medizinischen Staatsexamen an der Hochschule der Künste in Berlin studierte, schafft mit alltäglichen Baumaterialien Räume bzw. skulpturale Konstruktionen. Bruchstückhafte Diaprojektionen und Videosequenzen von städtischer Architektur wirken innerhalb des rohen Baumaterials fast wie Fensteröffnungen. Der provisorische Charakter der Aufbauten, die Flüchtigkeit und Anonymität der Bilder wird lesbar als Reflexion der eigenen Erfahrung im urbanen Raum. Es vermittelt sich die Sicht auf eine Welt, die nach ständig wechselnder Zweckmäßigkeitsvorstellung geformt wird und von tatsächlicher sowie medialer Geschwindigkeit und Mobilität geprägt ist. Das Leben in dieser Welt wird selbst zum unwirtlichen Provisorium. 

Ausstellung: 18.10.-15.11.2001