Néle Azevedo, Felipe Barbosa, Rosana Ricalde, Sidney Philocreon, Paulo Angerami, Renato Dib, Rosa Esteves, Neide Jallageas, Guilherme Machado und Monica Rubinho

Reflexos – Widerspiegeln

Ausstellungseröffnung 15.06.2006, 20.00 Uhr

Öffnungszeiten: 
Donnerstag 16.00 bis 20.00 Uhr, Samstag und Sonntag 14.00 bis 18.00 Uhr

Néle Azevedo, Felipe Barbosa, Rosana Ricalde und Sidney Philocreon, Paulo Angerami, Renato Dib, Rosa Esteves, Neide Jallageas, Guilherme Machado und Monica Rubinho - Künstler und Künstlerinnen aus São Paolo, Brasilien, treffen mit  ihren Werken in Braunschweig zusammen. 
Einige werden mit Aktionen in die Umgebung eingreifen und aktiv ein zufälliges Publikum beteiligen. Die Dokumentation dieses vielschichtigen, prozesshaften Tuns wird dann in der gemeinsamen Ausstellung konfrontiert mit den Arbeiten der anderen Künstler. Diese Arbeiten basieren ihrerseits auf Aktionen in anderen Städten anderer Länder.  
›Widerspiegeln‹ – meint also eine vielfache Reflexion, in die die Betrachtenden mehr und mehr mit einbezogen werden.


Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Künstlernetzwerk ›Linha Imaginária‹. ›Linha Imaginária‹ ist ein interkulturelles Austauschprojekt, das Verbindungen zwischen Künstlern innerhalb und außerhalb Brasiliens schafft. Das Projekt reflektiert die internationalen Ströme von Waren, Geld, Informationen und Emotionen. ›Linha Imaginária‹ manifestiert sich jeweils in einer prozessualen Arbeit bei Gruppenausstellungen.



Im Vorfeld der Ausstellung fanden mehrere Aktionen statt: 
 
13. Juni ab 9.30 Altstadtmarktapotheke, Altstadtmarkt 12
Rosana Ricalde fixiert reflektierende, halbdurchsichtige Buchstaben am Schaufenster. Mit einem Brasilianischen Sprichwort regt sie gerade am Marktplatz, dem traditionellen Warenumschlagplatz, und angesichts der Kirche zum nachdenken an. 
 
13. Juni 17.00 Bürgerpark (Kiryat-Tivon-Park)
Felipe Barbosa reflektiert eine, nicht nur in Brasilien verbreitete Sammelleidenschaft. Polychrome Sonnenschirme wurden zu großen, runden Formen zusammengefügt und auf der Wiese fixiert. Ihre Bedeutung wird verändert.
 
14. Juni 17.00, Kielhornschule, Reichsstraße 22
Sidney Philocreon erforscht ungewöhnliche Materialien und Reaktionen der Mitmachenden. Er malte zusammen mit Schülern und Besuchenden die Silhouette eines Baumes nach, dessen Blätter durch „Wunschzettel“ ersetzt wurden und mit der Zeit erweitert werden sollen.
 
15. Juni 17.00, Burgplatz
Néle Azevedo hinterfragte mit „Monumento Minimo“ kritisch die Monumente einer Stadt und konfrontiert die Betrachtenden mit einer kurzzeitigen „Invasion“. Hunderte von Eisfiguren - 20 cm große vergängliche Körper - nahmen den geschichtsträchtigen Burgplatz als Ort menschlichen Lebens ein. Anonyme Figuren ohne Permanenz und Monumentalität „schwitzten“ und flossen dahin bis sie gänzlich verschwanden.

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Mit freundlicher Unterstützung durch das Land Niedersachsen und 
der STIFTUNG NORD/LB · ÖFFENTLICHE.

 

Ausstellung: 15.06.-08.07.2006