Judith Dilchert

Raumverspannung

Judith Dilchert arbeitet im Ausstellungsraum, mit und für diesen. Ein Ding nimmt den Raum vollständig ein. Changierend zwischen organischer und künstlicher Form breitet sich das Objekt aus. Es schafft neue Räume und wirkt selbst wie eine Hülle, ein geschlossener Raum für etwas anderes – gibt es in diesem biomorphen Gebilde, in diesem Kokon ein Innenleben?

Die Raum-im-Raum-Konstruktion entsteht in Spannung und Dehnung, in der Transformation des Körpers zugunsten des gesamten Raumbildes. Wie in Judith Dilcherts Aquarellen sucht sich auch hier die Linie ihren Weg. Sie ist in den Raum entkommen, spannt sich von Tür zu Fenster und zurück bis sie letztlich die Form schließt. Der Prozess mit dem Raum (Umgebung), für den Raum (Objekt) und die Versorgung des Objekts mit neuen Räumen wird für die Eintretenden auf eigentümliche Weise spürbar.

Zu sehen bis 18. September immer donnerstags von 18.00 bis 22.00 Uhr,
samstags und sonntags von 14.00 bis 18.00 Uhr