»Mein liebster Feind Klaus Kinski“«, Werner Herzog (1999)

Film im Konsumverein

Wir starten eine Veranstaltungsreihe: Filme, die Filmgeschichte schrieben, Filme, die das Medium reflektieren, neue und alte Künstlerfilme zeigen wir in langen Nächten.


»Mein liebster Feind Klaus Kinski“«, Werner Herzog 1999
Eintritt 7.–


Werner Herzog und sein kongenialer Schauspieler Klaus Kinski – eine Reflexion über Filmemachen, Freundschaft, Verletzung und Zwang. »Der aufgescheucht dreinblickende Paranoiker passt in Herzogs Weltbild: Die Ohnmacht des Menschen im Angesicht der Natur und das erhabene Scheitern individueller Utopien spiegeln sich im Mienenspiel von Kinski wider. Er ist Herzogs verlängertes Ich bei der Bewältigung von Grenzsituationen – sei es in den Inka-Ruinen von Machu Picchu oder auf dem Raddampfer in den Fluten des Amazonas. All diese Stilisierungen, die »Mein Liebster Feind« mit Filmausschnitten unterlegt noch einmal vorführt, haben einen apokalyptischen Grundton. Kinskis Besessenheit vom totalen künstlerischen Ausdruck und Herzogs nietzscheanischer Schöpfungswille - dass der Mensch nicht anders denn ästhetisch zu ertragen sei – ergänzen sich mehr als gut.« (Harald Fricke)


Anschließend: Lange Herzog-Nacht

Wir zeigen, was wir schon immer mal wieder von Herzog sehen wollten – u.a. von »Auch Zwerge haben klein angefangen« über »Aguirre oder der Zorn Gottes« bis »Nosferatu«.