Ulrike Dornis

Arabesken

Die Malerin Ulrike Dornis erforscht und dokumentiert die Licht- und Farbwirkungen eines im Grunde wenig luxuriösen Stoffes. Zuerst war das Tuch eher Sujet eines „klassischen“ Stilllebens, später wird die Ornamentik raumgreifender, füllt das gesamte Bildfeld, sprengt den Rahmen. Abstrakt wirkende Bilder entstehen, Raumsituationen werden erprobt. Das sich unterschiedlich brechende Licht und die Schattenbildungen wirken sich farblich aus. Von weitem gesehen dominiert ein staunenerregender Realismus. Bei näherer Betrachtung löst sich das Bild rasch in einzelne Pinselspuren auf. Der glänzende Stoff zerfällt in separate geradezu flüchtige Striche, erweist sich als malerische Illusion par excellence.

Ulrike Dornis studierte in Leipzig und lebt heute in Berlin.

Zur Eröffnung: Einführung durch den Kunsthistoriker Dr. Martin Steffens, Kunstverein Neukölln

Zu sehen bis 22. November, Donnerstag 16.00 Uhr bis 20.00 Uhr,
Samstag und Sonntag 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr