Franziska Nast und Anemone Färber

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Eröffnung am 10. Juli 2008, 20 Uhr: Franziska Nast und Anemone Färber präsentieren ihre Diplomarbeiten.


Die öffentliche Präsentation und Erklärung der Arbeiten gehört für die beiden ganz unterschiedlichen Künstlerinnen zum Konzept – ganz unterschiedlich, aber … das Verbindende kann als Suche nach dem Dazwischen – zwischen der Zeit und zwischen den Realitäten – bezeichnet werden.


Anemone Färber geht in ihrer Arbeit von George Sands Geschichte „Schloss Pictordu“ aus. Der Vorlesestoff aus Kindertagen begegnete ihr neu. Seine märchenhafte Bilderwelt, in die der Bildungsweg der Protagonistin eingebettet ist, und sein Changieren zwischen Traum und Realität trafen einen Kern der bisherigen Arbeit von Anemone Färber. Bewusst entschied sie sich gegen die bisher genutzte Digitalfotografie für die analoge, um langsamer und genauer das Sein zwischen den Realitäten herausarbeiten zu können.


Bei Franziska Nast entsteht die „Zwischenzeit“ in einem transformatorischen Prozess, der sich immer wieder selbst erneuert, Bewegung und Stillstand zugleich ist: Zu Beginn gibt es das Rauschen im Kopf, die Kopfbilder. Daraus werden Texte, konsequent, kontinuierlich und überall geschrieben, reproduziert auf Kopierpapier. Zusammen mit Bildern entstehen Bildseiten und dann ein Buch, kostbar gebunden, kostbar gestaltet, sich als Objekt der Lesbarkeit entziehend. Das Objekt gehört in einen Koffer, der selbst „Zwischenzeit“, also die sich je erneuernde Gegenwart präsentiert. Aus dem Rauschen im Kopf wird ein Buch, wird eine nicht endende Filmschleife, der eine abfotografierte Buchseite entgegensteht – Bewegung und Stillstand, so entsteht Zwischenzeit.


bis Sonntag, den 13. Juli geöffnet von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr

 

Weitere Informationen:

http://www.franziskanast.de